Ausstellung: „Vergessene“ Geschichte

„Eine sehr informative und aufrüttelnde Ausstellung. Auch gut für Schüler/innen und Studierende geeignet.“

(Lea Arnold, DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt)

„Verdienstvoll, diese Ausstellung. Es war meine Studienzeit, es waren auch meine Ängste. Die Aufarbeitung ist überfällig.“ (Michael Hans Höntsch MdL, SPD-Landtagsfraktion)

„Eine nicht nur visuell, sondern auch inhaltlich, mit historischen Bezügen hervorragend gelungene Ausstellung.“

(Meta Janssen-Kucz MdL, Landesvorsitzende Bündnis90/DIE GRÜNEN Niedersachsen)

„Danke für diese aufschlussreiche Ausstellung. Ich bin beeindruckt und bewegt.“ (Besucherin)

Wann und wo?

 

AKTUELL STAND 21.11.2017: Vom 13.11. bis 24.11.2017 ist die Ausstellung im Rahmen von globaLE (globalisierungskritisches Filmfestival) im Foyer der Universität Leipzig (Neues Augusteum, Augustusplatz) zu sehen (Flyer). Montag 13.11.2017, 19 Uhr, Hörsaal 1: Vortrag und Vorstellung der Ausstellung und Diskussion mit Cornelia Booß-Ziegling und Rolf Günther. Mittwoch, 15.11.2017., 19 Uhr, Hörsaal 12, „Die immer noch vergessenen Justizopfer des Kalten Krieges. Ein verdrängtes Kapitel westdeutscher Frühgeschichte“, Film- und Themenabend, Vortrag und Kurzfilm („Ein Staat sah rot“) mit Dr. Rolf Gössner (Internationale Liga für Menschenrechte).

Vom 16.11. bis 30.11.2017 wird sie vom gewerkschaftlichen Bündnis berufsverbote-hessen im Gewerkschaftshaus Gießen (Walltorstraße 17) gezeigt. Die Eröffnung ist am Donnerstag, 16.11.2017, 18 Uhr. Am Mittwoch 22.11.2017, 18 Uhr (Dachsaal des Gewerkschaftshauses) folgt eine Diskussion: „Welche Folgen hatten und haben die Berufsverbote für die Betroffenen und die politische Linke in der Bundesrepublik?“ mit Patrik Köbele, (Vorsitzender der DKP) und Renate Bastian (Stadtverordnete der Marburger Linken und Betroffene). Am 30.11.2017, 18 Uhr, wird mit Henning Mächerle (Rote Hilfe) diskutiert über die Frage: „Ist die Überwachung und politische Repression ein Phänomen der 1970er und 1980er Jahre und wenn nicht, wie sieht sie heute aus?“

Vom 25.01. bis 15.03.2018 wird sie an der Volkshochschule Bielefeld gezeigt (Ravensberger Park 1) und anschließend vom 06.04. bis 31.05.2018 an der Volkshochschule Hannover-Land in Neustadt am Rübenberge (Suttorfer Str 8). Weiterhin geplant (voraussichtlich Januar 2018) ist eine Ausstellung im Gewerkschaftshaus in Mannheim. (Im Herbst 2017 klappte das leider nicht.) Nähere Einzelheiten werden mitgeteilt, sobald sie bekannt sind.

 

Entsprechende Hinweise arbeiten wir gerne ein. Hinweis: Die hessischen Termine sind auch hier zu finden. Die im Oktober 2017 in Mannheim geplante Ausstellung muss leider auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Über die bisherigen Ausstellungsorte (seit der Eröffnung in Hannover 2015) und damit verbundene Veranstaltungen und das Echo darauf informieren wir jetzt auf einer eigenen Sonderseite.

Auch hier die Bitte: schickt uns örtliche Berichte, als Link oder Scan, wir verlinken sie gerne.)

 

Wo und wie kann man die Ausstellung ausleihen?

Die 20 Ausstellungstafeln im Format 77,8 x 110 cm (plus vier kleinere Zusatztafeln in Baden-Württemberg) können ausgeliehen werden. Mehrere Sätze an unterschiedlichen Standorten stehen zur Verfügung; außerdem eine Version in englischer Sprache. Man benötigt ein bis zwei größere Räume (oder einen geeigneten Flur in einem größeren Gebäude), um die Tafeln zu präsentieren. Der Transport ist im Kofferraum eines PKW mit umklappbaren Rücksitzen möglich; mehrere kräftige Personen sind erforderlich. Falls eine Spedition eingeschaltet wird, kostet das innerhalb Deutschlands ca. € 100,- bis € 150,-; die Transportkosten müssen dann selbst getragen werden. Eine Zusammenarbeit mit geeigneten örtlichen Trägern - zum Beispiel Gewerkschaften oder Bildungsträgern - bietet sich an.

Interessierte bitte melden bei ausstellung(AT)berufsverbote.de. Verleih-Info zum Herunterladen. Interessierte in Hessen können sich melden bei tcepok(AT)gew-hessen.de.

 

Beschreibung

In Hannover in den Räumen des ver.di-Bildungswerks, Goseriede 10 wurde die Ausstellung „Vergessene“ Geschichte - Berufsverbote, Politische Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland ab Oktober 2015 erstmals für mehrere Monate gezeigt.

 

 

Eine Powerpoint-Präsentation führt in die Konzeption der Ausstellung ein. Als Begleitmaterial gibt es eine Ausstellungsbroschüre, die  separat im Buchhandel für € 3,- erhältlich ist, ISBN: 978-3-930726-25-7, sowie das Plakat mit der Titeltafel. Dazu gibt es die vier baden-württembergischen Ergänzungstafeln zur Ausstellung als Einlege-Faltblätter. Bestellungen: broschuere(AT)berufsverbote.de

 

Konzept, Recherche und Texte der Ausstellung wurden erarbeitet von: Cornelia Booß-Ziegling (Hannover), Hubert Brieden (Neustadt), Rolf Günther (Hannover), Bernd Lowin (Dransfeld), Joachim Sohns (Oldenburg), Matthias Wietzer (Hannover). Die erstmals im Februar 2017 im Stuttgarter Gewerkschaftshaus gezeigten baden-württembergischen Zusatztafeln sind das Werk der dortigen Initiative.

 

Ausstellungsbesprechung von Ken Merten in der jungen Welt 28.10.2015 - zusammen mit einem Bericht über die Aktionskonferenz der Betroffenen in Hannover am 24.10.2015 - pdf der jW-Seite

Berichte über die Ausstellung erschienen auch der GEW-Zeitschrift E&W 11/15, der gleichnamigen Zeitschrift der GEW Niedersachsen sowie deren Webportal, in Neues Deutschland vom 27.10.2015 (pdf), in der DKP-Zeitung unsere zeit vom 23.10.2015 (pdf), im Portal scharf links am 15.10.2015 (pdf), den kleinen Stadtzeitungen Ihmebote (pdf), Schädelspalter, Stadtkind (pdf der Printausgabe) und Lindenspiegel (pdf) sowie auf der Website der GRÜNE-Landtagsabgeordneten Meta Janssen-Kucz (pdf).

Das türkische Internetportal „soL portal“ und die Zeitung „Boyun Egne“ führten im November 2015 ein Interview mit Matthias Wietzer durch -  Text des Interviews im Portal „scharf-links“ - Auszüge in der Stadtzeitung Lindenpiegel 01-2016 (S. 3) (pdf) - Interview auf Türkisch (pdf)

 

Eröffnung der Ausstellung in Hannover am 13. Oktober 2015

„Ich bin tief beeindruckt von der Ausstellung“ und „total toll“ - zwei von vielen zustimmenden Aussagen von Besucher/innen, die in den verdi-Höfen in Hannover bei der Eröffnung der bundesweiten Wanderausstellung „Vergessene“ Geschichte: Berufsverbote - Politische Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland, getroffen wurden.

In der nach der Vorstellung der Ausstellung erfolgten Diskussion spielte insbesondere die damalige Verschleppung eines rot-grünen Landtagsantrages zu den Berufsverboten und zur Einrichtung einer Rehabilitierungskommission eine Rolle. Die Landesvorsitzende der GRÜNEN, MdL Meta Janssen-Kucz, informierte, dass die CDU nicht bereit sei in der Kommission mitzuarbeiten und sich die FDP-Fraktion noch in der Diskussion befände. Die Politikerin befürwortete eine zügige Aufnahme der Arbeit der Rehabilitierungskommission und betonte, dass die Teilnahme aller Fraktionen nicht zwingend erforderlich sei. „Der `Radikalenerlass`ist zwar aufgehoben, das Gedankengut ist aber noch präsent!“ Lea Arnold vom DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt forderte, dass die Kommission endlich mit der Arbeit beginnen solle. Wenn die CDU keine Lust habe, könne die Aufarbeitung und Rehabilitierung auch ohne sie erfolgen. Unerträglich sei die Tatsache, dass Gewerkschaftskollegen, die eine Demonstration angemeldet haben, ins Visier des Verfassungsschutzes geraten sind.

 


 Die vom Berufsverbot betroffene Lehrerin Cornelia Booß-Ziegling erläutert die bundesweite Wanderausstellung

 

Nach 12-jähriger Betroffenheit erklärt Lehrer Matthias Wietzer die Folgen der Berufsverbote (Fotos: Dr. Michael Hüser)

 

Unterstützer der Ausstellung waren in Hannover: DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt; GEW Landesverband Niedersachsen; Bildungswerk ver.di; Bildungs- und Förderungswerk der GEW im DGB e.V.; Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen e.V.


In Hannover führte das ver.di-Bildungswerk gemeinsam mit dem "Arbeitskreis Regionalgeschichte e.V." parellel zur Ausstellung eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Totale Kontrolle - Überwachungswahn und das Ende der Freiheit“ durch. In diesem Rahmen hielt beispielsweise in den gleichen Räumen am 10. Dezember 2015, 19 – 21.00 h, Dominik Rigoll einen Vortrag zum Thema seines Buches „Staatsschutz in Westdeutschland“.

 

Auch ein solches Begleitprogramm mit geeigneten Partnern bietet sich an, wenn die Ausstellung anderswo gezeigt wird. In Gewerkschaftshäusern, Bildungseinrichtungen, Schulen und Hochschulen, Rathäusern und kirchlichen Einrichtungen gibt es möglicherweise Interesse an der Thematik.