www.berufsverbote.de - Wer sind wir?Der Betreiber dieser Website nennt sich "Initiativgruppe 30. Jahrestag".Wir sind frühere Betroffene der Berufsverbotspolitik aus Baden-Württemberg - zeitweilig entlassene oder von Entlassung bedrohte Lehrer/innen und solche, die es nicht werden durften, aber auch damalige Postbeamte und andere. Mitbetroffen waren stets auch - in sehr hohem Maß - die Familien derer, deren berufliche Existenz zerstört werden sollte und in nicht wenigen Fällen auch zerstört wurde. Uns verbindet heute keine Organisationszugehörigkeit und kein Komitee, sondern gegenseitige Solidarität und der gemeinsame Wille, mit unseren Möglichkeiten etwas zu tun, damit die Berufsverbote endgültig aus dem politischen Leben der Bundesrepublik Deutschland verschwinden. Dazu wurde im Sommer 2001 diese Website eingerichtet. Damals war unser Anliegen, den 30. Jahrestag des "Radikalenerlasses" (28.1.1972) mit einem entsprechenden Aufruf vorzubereiten. Dieser Aufruf kann hier nachgelesen werden. Auch die bundesweite Konferenz, die im Februar 2002 aus diesem Anlass bei der GEW in Hamburg stattfand, ist hier ausführlich dokumentiert. Damals dachten und hofften wir, die Berufsverbote sind nun endgültig Geschichte. Hatte doch sogar - als eines der letzten Bundesländer - Baden-Württemberg sich im Mai 2000, wie es schien, durch einen Beschluss des Landtags von den Berufsverboten verabschiedet. Einige der Betroffenen wurden danach noch in den Schuldienst eingestellt. Leider hat uns 2004 die Geschichte eingeholt. Baden-Württemberg hat die Berufsverbote wieder aus der Mottenkiste geholt. Die CDU-Kultusministerin Anette Schavan übernahm persönlich die Verantwortung dafür, dass der Realschullehrer Michael Csaszkóczy aus Heidelberg nach dem Referendariat nicht in den Schuldienst übernommen wurde. Als Begründung diente seine Mitarbeit in einer Antifa-Initiative, von der er sich in einem "vertieften Einstellungsgespräch" nicht zu "distanzieren" bereit war. Also alles wie gehabt. Verkündet wurde diese Entscheidung mitten in den Sommerferien, als der Betroffene gerade in Urlaub gefahren war. Kurz danach zogen neofaschistische Parteien in ostdeutsche Landtage ein. Wir wollen den Betroffenen des "neuen" Berufsverbots und diejenigen, die mit ihm um sein Recht und für die Beseitigung der Berufsverbote kämpfen - die Gewerkschaft und das Solidaritätskomitee - mit unseren bescheidenen Möglichkeiten unterstützen. Dazu gehört auch, wichtige Dokumente aus dem früheren Kampf gegen die Berufsverbote im Internet zugänglich zu machen. Das machen wir in unserer Freizeit und dafür bekommen wir von niemand Geld. Jeder Hinweis und jede Unterstützung sind uns willkommen.
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